Selber machen und nicht nur zuschauen: Beim ersten HUB-Seminar Ende September konnten die 20 Teilnehmenden – Auszubildende und Mitarbeitende unserer Partner – in Theorie und Praxis aktiv werden. Warum überhaupt ein HUB-Seminar? Weil wir darin umfassendes Hintergrundwissen vermitteln können. Und das hilft sehr, um die Zusammenhänge in der Transportkette zu verstehen.
So gab es außer der Präsentation zu den Tätigkeiten am Zentral-HUB (ZUB) auch die eine oder andere konkrete Aufgabe – zum Beispiel die Organisation von Überlastfahrten. In der Praxis muss das fix gehen, denn die Daten, aus denen sich Überlasten berechnen lassen, werden oft erst um 20:30 Uhr gemeldet. Doch auch der Überhang muss schnellstmöglich das Empfangsdepot erreichen.
Sehr interessiert waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch am Thema Bußgelder. Um alles richtig zu machen, ist viel zu beachten. Beispiel „zweiter Scanner im LKW“: Es nützt nichts, wenn der vorgeschriebene zweite Scanner an Bord ist, aber vergessen wurde, Fahrer oder Fahrerin darüber zu informieren…
Nach drei Stunden Kopfarbeit im Schulungsraum wechselte die Seminar-Gruppe in den ZUB. Wie bei einem Praktikum durchliefen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nun alle Bereiche und durften selbst mithelfen, unter anderem die notwendigen Begleitpapiere vom Fahrpersonal entgegennehmen oder diese in die richtigen Fächer sortieren. Papiere und Fächer? Ja. Trotz eines hohen Digitalisierungsgrades gibt es immer noch Bereiche, in denen gedrucktes Papier überlegen ist – insbesondere dort, wo ADR/Gefahrgut oder Zollpapiere ins Spiel kommen.
Nach einem Blick in einen ADR-Koffer, der die Schutzausrüstung für schnelles Eingreifen bei einem Zwischenfall mit Gefahrgut enthält, konnte die Gruppe noch live verfolgen, wie es bei der Zollabwicklung zugeht und wie eine „echte“ Überlastplanung funktioniert.
Die Teilnehmenden durften auch direkt bei den Besprechungen der Koordinatoren dabei sein: erst beim Briefing der Subkoordinatoren durch den ZUB-Koordinator, anschließend bei den Besprechungen der Subkoordinatoren mit dem Verladepersonal in der Halle.
Danke an Betriebsstättenleiter Damian Voß und das gesamte Team der HUB-Nachtschicht, die das Seminar durchgeführt haben. Und ein ganz herzliches Dankeschön an die Seminarbesucherinnen und -besucher für ihr Interesse und den Austausch. Das nächste HUB-Seminar findet am 10. Oktober statt.