„Kann Stückgut einem Mittelständler heutzutage noch Spaß machen?“ fragte Lutz Lauenroth auf dem 10. DVZ-Symposium Stückgut. Die Antwort von OSL-Geschäftsführerin Petra Welling: ein klares Ja! Sie vertrat die Sicht der mittelständischen Stückgutdienstleister in der Podiumsdiskussion mit Aigul Zhalgassova von Siemens Digital Industries, die die Verlader-Seite repräsentierte, sowie Alexander Tonn von Dachser und Helmut Schweighofer von DSV Road.
Ein Alleinstellungsmerkmal von mittelständischen Stückgutspediteuren sei, dass sie genau das sind – Mittelständler. So passen sie gut mit Kunden zusammen, die ebenfalls aus dem Mittelstand kommen. Diese schätzen die Nahbarkeit, den direkten Kontakt ohne Ticket-System oder Callcenter, die individuelle Betreuung, langfristige Lösungen und feste Ansprechpartner.
Der Spaß am Stückgutgeschäft hängt natürlich auch vom jeweiligen Netzwerk ab. „Mit dem passenden System, das ein Unternehmen gut für sich und seine Kunden nutzen kann, macht Stückgut auch Mittelständlern Spaß“, sagte Petra Welling. Bei ONLINE Systemlogistik trage dazu u.a. die internationale Ausrichtung mit europaweit flächendeckenden Stückguttransporten bei, OSL habe das beste Netz in Europa. Zudem sei das HUB & Spoke System in jeder wirtschaftlichen Situation die richtige Wahl.
Darüber hinaus hätten gerade kleinere Mittelständler nicht die Kapazitäten, um sich selbst intensiv mit Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung oder Nachfolge zu beschäftigen. „In diesen Bereichen unterstützen wir unsere Partner, beispielsweise durch Wissensaustausch, Workshops und konkrete Service-Angebote für alle. Eines davon ist die Nachhaltigkeitsmanagement-Plattform von pacemaker.ai, mit der unsere Partner ihre THG-Emissionen erfassen und auswerten können, und unsere eigene, neue IT-Plattform, über die wir alle Prozesse innerhalb des Netzwerks abbilden“, sagte Petra Welling. Den Einsatz von KI hält sie im Stückgutnetz selbst derzeit nicht für sinnvoll: „Wir arbeiten mit festen Verladekontingenten und einer gleichbleibenden Anzahl von LKW, das macht Vorausberechnungen unnötig. Für unsere Partner hingegen kann KI eine gute Option sein, zum Beispiel für die automatische Nahverkehrs-Dispo. Gerade in Bezug auf Fachkräftemangel und Attraktivität des Jobs kann KI hier unterstützen.“
Wir danken für die Einladung und die Möglichkeit, am DVZ-Symposium Stückgut teilzunehmen – danke für die interessanten Vorträge, die Diskussion und den Austausch!
